Mark Sixteen

Mit einem fast schon verwegen geschwungenen und eingedrehten Kabel wurde die E-Gitarre mit dem Verstärker verbunden, und fertig war das erste Grundinstrument von Mark Sixteen. Das war im Gründungsjahr 1994 - und auch der Bandname war schnell gefunden, der auf die Bibelstelle Markus 16 (Erscheinung des Auferstandenen) verweist. „Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen.“ Doch Vorsicht: Bei allzu schlampiger Schreibweise der Abkürzung „M16“ wird man schnell mit dem englischen Auslandsgeheimdienst „MI6“ verwechselt.
Der erste Gottesdienst wurde von den drei Gründungsmitgliedern Josef Shagram, Andreas Mitteregger und Jennifer Kremsner gespielt. Später wuchs die in der Heiligen Familie beheimatete Band auf bis zu acht Mitglieder an. Immer breiter wurde das Spektrum. Wurden Musiker dann von den Rolling Stones, Rammstein oder den Wiener Philharmonikern abgeworben, war stets Ersatz aus dem Talentepool der Firmvorbereitung parat. Das hält die Kirche bunt, die Band jung und hat in den Jahren seit 1994 mehr als 30 Musikbegeisterte, wenn auch nur für Kurzauftritte, zu Mark Sixteen gebracht.
Bunt wie das Personal ist auch das musikalische Repertoire: von klassischen „Singe-Jerusalem-Nummern“, arabisch-orientalischen Klängen, bis hin zu Klavierballaden aus den Charts und rockigen Nummern wird alles ausprobiert. Nur die „Dauerwelle“ gibt es mittlerweile nicht mehr.
Christoph Heigl